Unsere Top 5 Herbstbiere zum Selberbrauen

Der Herbst ist da! Vor der Tür rieseln bunte Blätter von den Bäumen, die Tage werden wieder länger und die Biere in unseren Gläsern dunkler: Malzige, karamellige und röstige Biere passen wunderbar zu dieser Jahreszeit, entsprechend haben wir Euch unsere Top 5 der herbstlichen Bierstile zum Selberbrauen zusammengestellt!

Dunkles Weizenbier

Neben dem Pumpkin Ale ist das dunkle Weizenbier für uns das Herbstbier überhaupt: Die sommerlich-fruchtigen Aromen eines klassischen hellen Weißbieres – z.B. von Banane und Aprikose – sind deutlich präsent. Der Sommer hat das Bierglas also noch nicht ganz verlassen, durch die Zugabe von dunklen Karamellmalzen zieht aber auch der Herbst ins Glas ein: Sie färben einerseits das Bier herbstlich kupferrot bis braun, andererseits zaubern sie Aromen von Toffee, Karamell, Nelke oder sogar etwas Kaffee ins Bier. Wir sagen: Dieser Bierstil ist wie ein sonnig-warmer Herbstspaziergang im Glas!

Kauftipps: Dunkles Weizenbier der Brauerei Gutmann, Hefeweissbier Dunkel von Weihenstephan, Wilderer Weisse von Camba

So braust Du Dein eigenes dunkles Weizenbier

Dunkles Weizenbier ist als → Nachfüllpaket  für die Braubox erhältlich.

Altbier

Ein “Prost” nach Düsseldorf! Altbier und die Stadt am Rhein, das gehört untrennbar zusammen. Beim Altbier handelt es sich um einen obergärigen, malzbetonten Bierstil mit einer kupferroten bis braunen Farbe, einer nussig-karamelligen Aromatik und einer feinen Hopfenherbe. Diese Kombination sorgt für eine “hohe Drinkability” des Bieres, wie man so schön sagt – es ist also süffig und geht runter wie nix. Im Ausland wird Altbier häufig als “German Brown Ale” bezeichnet, getrunken wird es allerdings eher nicht aus einem Pint-Glas, sondern Klassischerweise aus einem Altbierbecher.

Kauftipps: Schumacher Latzenbier, Original Schüssel der Hausbrauerei Zum Schlüssel, Ratinger Alt, Old School Ale Altbier von Superfreunde, Doppel-Alt von Giesinger Bräu

So braust Du Dein eigenes Altbier

In unserem → Buch “Der Ultimative Brau-Guide” findest Du neben 19 weiteren Brau-Rezepten auch ein ausführliches Rezept für ein Düsseldorfer Alt.

Pumpkin Ale

In den USA haben Kürbisbiere eine lange Tradition und werden bei ihren Fans sehnsüchtig erwartet, denn sie werden nur für kurze Zeit in der Herbstsaison gebraut. Sie sind aber auch nicht jedermanns Sache – wie immer, wenn der Brauer etwas ins Bier mischt, das den klassischen Biertrinker geschmacklich fordert. Die Aromen von Pumpkin Ales können variieren, der Kürbis verleiht dem Bier aber in der Regel ein erdiges, toastiges, nussiges und manchmal auch leicht süßliches Aroma. Im Grunde ähnlich wie im Ofen gebackener Kürbis. Manchmal werden Pumpkin Ales zusätzlich mit Zimt, Nelken, Piment oder Muskatnuss eingebraut oder gestopft.

Die Idee hinter dem Bier ist einfach: Malz wird durch Kürbis ersetzt. Ausgehend davon kann der Kürbis beim Brauen auf unterschiedlichste Art eingesetzt werden: Angeröstet als Teil der Maische (siehe Rezeptbox unten), ausgepresst als Saft oder als Kürbismus, mit oder ohne Kerne. Dabei ersetzt der Kürbis nie das komplette Malz, sondern dient lediglich als aromatischer Side-Kick, der sich im besten Fall nicht zu sehr in den Vordergrund drängt. 

Kauftipps: Drunkin Pumpkin von Sudden Death Brewing Company, Pumpkin Ale von Steamworks 

So braust Du Dein eigenes Pumpkin Ale

Als Basisrezept sollte ein Bierstil gewählt werden, der vom Aromaprofil her mit Kürbis harmoniert: Malzig, karamellig bis röstig und ohne dominante Hopfenaromen. Willst Du ein Pumpkin Ale mit der Braubox brauen, bietet sich als Basis unser “Dunkles” an (als → Braubox und → Nachfüllpaket erhältlich). Zusätzlich benötigst Du das Fruchtfleisch eines halben mittelgroßen Hokkaido-Kürbisses (ohne Kerne). Dieses schneidest Du in ca. 3 cm große Würfel und backst diese etwa 20 Minuten lang bei 180 °C (Ober/Unterhitze) im Backofen. Die Würfel sollten an der Oberfläche karamellisieren. Anschließend stampfst Du die Würfel grob und gibst sie in die Maische: Entweder zusätzlich zu der gesamten Malzmenge, oder – wenn Dein Pumpkin Ale eher nicht so viele Umdrehungen haben soll – als Ersatz für einen Teil des Malzes. 

Apfelcider

Cider ist kein Bier, schon klar. Aber Apfelcider passt einfach zum Herbst wie die Apfelernte selbst. Wenn Du die Möglichkeit hast, selbst Äpfel zu pflücken oder frisch geerntete Äpfel auf einem Wochenmarkt zu kaufen, dann macht es einen Heidenspaß, anschließend Cider aus ihnen herzustellen. Dafür ist eine Obstmühle und eine Saftpresse zwar unerlässlich, aber die Investitionen lohnen sich: Frisch gepresster Apfelsaft allein ist schon köstlich und viel intensiver im Geschmack, als man es von pasteurisiertem Apfelsaft aus dem Supermarkt kennt. Das Ansetzen, aufsüßen und abfüllen des Ciders macht Spaß und ist spannend zugleich, und zum Schluss wird man mit einem köstlichen prickelnden Cider belohnt, der die kürzeste Lieferkette der Welt hinter sich hat. Wie man genau Cider aus eigenen Äpfeln herstellt, erklären wir in → diesem Blog-Beitrag.  

Kauftipps: Bio-Cider in den Sorten “Apfel”, “Rosé” oder “Wild Berries” von BRLO, Apfelcider von Goldkehlchen, Cider Satter Apfel von Pica Pica

So braust Du Deine eigenen Apfelcider

Apfelcider ist als als → Braubox und → Nachfüllpaket für die Braubox erhältlich.

Roggenbier

Das Läutern mit Roggenmalz ist durch die enthaltenen Schleimstoffe eine kleine Herausforderung. Wer sich dieser aber stellt, wird mit kernigen und brotigen Aromen, einer feinen Säure und einer spannenden Würzigkeit belohnt. Ganz passend zum Herbst also!
Mit Roggen wurde schon gebraut, bevor Gerste und Weizen ihren Einzug in die Brauwelt fanden. Einige vor allem amerikanische Brauereien haben Roggen für sich wiederentdeckt und toben sich nun mit experimentellen Suden so richtig aus. 

Kauftipps: One Claw Rye Pale Ale von Westbrook, Original Roggen-Bier von Apostelbräu, Schierlinger Roggen von Spezial-Brauerei Schierling

So braust Du Dein eigenes Roggenbier

In unserem → Buch “Der Ultimative Brau-Guide” findest Du neben 19 weiteren Brau-Rezepten auch ein ausführliches Rezept für ein Roggen Pale Ale.

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