Die Rolle des Hopfens beim Bier brauen

Hintergrundwissen und Tipps rund um das Thema Hopfen

Hintergrundwissen: Die Bedeutung von Hopfen in Deinem Bier

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Hopfen ist die “Seele des Bieres”, ohne ihn wäre die Bitterkeit im Bier und die Aromatik einiger Bierstile undenkbar. Hier eklären wir Dir den Unterscheid zwischen Bitter- und Aromahopfen, und wie Du die Hopfenzugaben beim Brauen mit der Braubox Deinen individuellen Bedürfnissen anpassen kannst.

Warum ist Hopfen im Bier so wichtig?  

Damit Dein Bier ausgewogen schmeckt, wird der Malzsüße in Deinem Bier eine bittere Komponente an die Hand gegeben: Der Hopfen. Ohne Hopfen wäre Dein Bier sehr süß. Aber nicht nur der Geschmack wird durch den Hopfen beeinflusst. Auch die Haltbarkeit des Bieres hängt vom Hopfen ab! Denn Hopfen hat durch seine Bitterkeit eine konservierende Wirkung, weshalb im 18. und 19. Jahrhundert aufgrund fehlender Kühlmöglichkeiten vor allem Bierstile mit einem hohen Hopfenanteil gebraut wurden.

 

Was ist der Unterschied zwischen Aroma- und Bitterhopfen?

Bitterhopfen enthält viele Bitterstoffe und wird deshalb vorwiegend zum schlichten Bittern des Bieres verwendet, während Aromahopfen den Biergeschmack und das Bouquet durch seinen hohen Anteil an Aromaölen noch facettenreicher macht. Beispiele für beliebte Bitterhopfensorten sind Magnum (verwenden wir z.B. für unser “Helles”), Mosaic und Simcoe. Beliebte Aromahopfen sind Cascade (besticht durch seine zitrusartigen Aromen und findet Verwendung in unserem “Pale Ale”), Citra (Limette und tropische Früchte, wird in unserem “India Pale Ale” verwendet) und East Kent Golding (würzig-erdig mit Teenoten, findet sich in unserem “Dunklen” wieder).

 

Dolden oder Pellets?

Nicht nur Hobbybrauer, sondern auch professionelle Brauereien verwenden Hopfen nicht mehr nur als Dolden in ihrer Reinform, sondern greifen immer häufiger auf gepresste Hopfenpellets zurück. Bestandtteile des Hopfens, die für die Aromatisierung keine Relevanz haben (wie zum Beispiel der Stil), werden bei der Pellet-Herstellung entfernt. Der Rest der Dolden wird getrocknet, zermahlen und in die Pellet-Form gepresst. Die Qualität des Hopfens leidet bei diesem Verfahren kaum, der Hopfen lässt sich neben der Platzersparnis aber deutlich besser dosieren – weshalb auch wir unseren Hopfen in Pelletform liefern.

 

Wie passe ich die Bitterkeit in meinem selbstgebrauten Bier an?

Um die Bitterkeit und die Aromaöle aus dem Hopfen zu lösen, wird der Hopfen in Deinem zukünftigen Bier gekocht. Das Hopfenkochen mit der Braubox dauert 60 Minuten. Dabei gilt die Faustregel: Umso länger der Hopfen gekocht wird, desto mehr Bitterstoffe werden aus ihm gelöst. Umso kürzer er gekocht wird, desto mehr Aromaöle, die sich bei langem Kochen verflüchtigen, werden gelöst.

Ein Beispiel: Du willst ein Bier brauen, dass sowohl knackig-bitter, als auch sehr aromatisch ist, z.B. ein India Pale Ale. Vereinfacht gesagt benötigen wir also eine Hopfenzugabe am Anfang des Hopfenkochens für die Bitterkeit des Bieres und eine Hopfenzugabe kurz vor dem Ende, bei der die feine Aromatik des Aromahopfens zur Geltung kommt.

Wenn Dir Dein selbstgebrautes Bier also zu bitter oder zu mild ist, kannst Du die Hopfengaben einfach anpassen: Gib den Hopfen etwas früher beim Kochen hinzu und Dein Bier wird bitterer; gib ihn etwas später hinzu oder verringere die zugegebene Gesamtmenge und Dein Bier wird milder.

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