10 deutsche Craft-Biere, die Du probiert haben solltest

Wir haben einige handwerklich gebraute Biere aus Deutschland für Euch zusammengestellt, die Ihrem Genre den Weg weisen.

10 deutsche Craft-Biere, die Du probiert haben solltest

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Bier ist nicht gleich Bier, das dürfte mittlerweile den meisten klar sein. Einige Brauereien schaffen es einfach besser als andere, herrliche Bierkompositionen aus Basis-, Karamell- und Röstmalzen, Bitter- und Aromahopfen und sogar Zutaten wie Früchten, Nüssen und Kräutern aus dem Braukessel zu stampfen. Wir haben einige handwerklich gebraute Biere aus Deutschland für Euch zusammengestellt, die Ihrem Genre den Weg weisen – und die jeder einmal getrunken haben sollte!

Himburgs Braukunstkeller “Amarsi”

Der Name Braukunstkeller steht vor allem für hervorragende hopfenbetonte Bierspezialitäten. Das mehrfach ausgezeichnete “Amarsi” des Braumeisters Alexander Himburg ist ein Wortspiel aus den beiden Hopfensorten Amarillo und Simcoe und fährt mit allem auf, was man sich von einem perfekten India Pale Ale wünscht: Herrlich fruchtige Aromen und eine knackige Hopfenbittere, die den süßlich-schweren Malzkörper ausgleicht und das Bier bei 8,1 Volumenprozent überraschend harmonisch macht. Ein Weltklasse-Bier, made in München!

Stil: India Pale Ale
Alkohol: 8,1% Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Ayinger “Celebrator”

Beim Ayinger Celebrator kommen die Jurys internationaler Bierwettbewerbe regelmäßig ins Schwärmen. Es gilt als eines der besten Biere der Welt und entsprechend gibt es quasi keinen Preis, den dieses gehaltvolle Dessertbier noch nicht abgeräumt hat. “Bierpapst” Conrad Seidl beschreibt es fast poetisch: „Fast schwarz, mit ganz leicht rötlichem Ton, ein sensationeller, fester Schaum und ein ganz ungewöhnlicher Duft, der zuerst an Grammelschmalz erinnert. Der Antrunk ist von milder Fülle mit einem begleitenden Kaffeeton, der im Nachtrunk dominierend ist.“ Wir haben keine Ahnung wie Grammelschmalz riecht, empfehlen diese köstliche Bierspezialität aber trotzdem ausdrücklich!

Stil: Doppelbock
Alkohol: 6,7% vol. Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Kreativbrauerei Kehrwieder “Prototyp”

Zwischen massiv gehopften India Pale Ales oder malzbetonten Doppelböcken haben es klassische Lagerbiere mit ihren dezenten Aromen oft nicht leicht im Craft-Beer-Universum. Bei vielen Bierkennern gilt das Brauen eines gut gemachten Lagers also als “Königdisziplin”, zumal jeder Braufehler schnell heraussticht und – im Gegensatz zu den besagten India Pale Ales – nicht mit Unmengen an Aromahopfen überdeckt werden kann. Ein Mann, der diese Disziplin fest im Griff hat, ist der Braumeister und ehemalige Weltmeister der Biersommeliers Oliver Wesseloh. Sein “Prototyp” aus böhmischen Tennenmalz wird sieben Wochen auf zwei Aromahopfen gelagert und entwickelt dabei seinen knackig-frischen Charakter und seine fruchtige Aromatik. Es ist das Bier, für das Dein Industrie-Pils endlich Platz im Kühlschrank macht!

Stil: Pale Lager
Alkohol: 5.9% Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Ratsherrn “Matrosenschluck”

Mit dem “Matrosenschluck” ist den hanseatischen Brauern von Ratsherrn ein wahrlich außergewöhnlicher IPA gelungen. Das Geheimnis liegt in der Verwendung von Hafermalz und Haferflocken. Klingt nach flüssigem Müsli? Mitnichten. Der Hafer bringt eine charaktervoll-getreidige Süße ins Bier, hinzu kommt eine samtig-weiches Mundgefühl, das durch Gerstenmalz nicht erreicht wird. Außerdem verleiht er dem Bier eine gewisse Leichtigkeit. Gepaart mit einem Hauch Orangenschale und den fruchtig-aromatischen Hopfensorten Citra, Saphir und Simco entsteht hier eine Bierspezialität, das nach Fernweh und Abenteuer schmeckt. Ein Bier für echte Matrosinnen und Matrosen eben!

Stil: Oat White IPA
Alkohol: 6.5% Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Schneider Weisse “TAP 6: Unser Aventinus”

Das legendäre Bockbier von Schneider Weisse muss sich allein wegen der schier unendlichen Zahl an internationalen Auszeichnungen nicht verstecken (z.B. Gold beim World Beer Cup 2014). Dichte Aromen von Nelken, Backpflaumen, Kaffee und reifer Banane strömen aus dem Glas, der Antrunk ist komplex und steuert in ein schokoladig-rosiniges Abenteuer mit feinen Rum-Nuancen, das trotzdem die Süffigkeit eines Weizenbieres behält. Klingt etwas abgehoben? Um es anders zu formulieren: Es ist das perfekte Bier für einen kalten Winterabend vor dem Kamin.

Stil: Weizen-Doppelbock
Alkohol: 8,2 % Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Schlenkerla “Aecht Schlenkerla Rauchbier”

Zugegeben, Rauchbier ist nicht jedermanns Sache. Von vielen als “flüssiger Schinken” bezeichnet, ist vor allem das berühmte Schlenkerla aus Bamberg eine Herausforderung für den ungeschulten Gaumen. Wer sich jedoch auf dieses außergewöhnliche Geschmackserlebnis einlässt und seine Geschmacksnerven, aller anfänglichen Irritation zum Trotz, nach und nach daran gewöhnt, wird mit einem großartigen Bier belohnt, das man so schnell nicht mehr vergisst. Diese traditionelle Bamberger Spezialität wird von Feinschmeckern regelmäßig mit Preisen überhäuft und passt zu heißem Leberkäs‘ und Kümmelwecken, Preßsack, Rauchfleisch, Handkäse, zu Bratwürsten mit Kraut oder solo.

Stil: Rauchbier / Märzen
Alkohol: 5.1% Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Kuehne Kunz Rosen “Kuehnes Blondes”

Der Stil des Belgischen Witbiers drängt sich Craft-Brauern hierzulande geradezu auf: Er ist dem Hefeweizen ähnlich genug, um unbedarfte Biertrinker dort abzuholen, unterliegt aber nicht den Fesseln des Reinheitsgebots. Zudem ist der Charakter des Stils nicht aggressiv, was vor allem dem schlanken Körper und der würzigen Frische durch die Zugabe von Orangenschalen und Koriandersamen zu verdanken ist. Die Witbier-Interpretation der Mainzer Brauerei Kuehne Kunz Rosen enthält zusätzlich Paradieskörner – in Gin eine häufig verwendete Zutat, in Bier zumindest hierzulande ein noch unbekannter Vertreter. Ansonsten erfüllt das Bier alle Erwartungen, die man an ein hervorragendes Wit hat: Es ist strohgelb, natürtrüb und schlank, mit typischen Weizenbier-Aromen von Nelken und Banane. Hinzu kommen eine wenig Säure, Orange und Pfeffer, sowie ein seidig-weiches Mundgefühl, welches durch die spritzige Kohlensäure abgerundet wird . Das perfekte Sommerbier mit dem alternativen Kick!

Stil: Belgisches Witbier
Alkohol: 4.9% Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Weizen- und Haferflocken, Hopfen, Gewürze (Orangenschale, Koriandersamen, Paradieskörner), Hefe

Hopferei Hertrich – “VETO Schokobär”

Die Hopferei Hertrich, das sind Ralph und Karin Hertrich aus Feucht im bierverwöhnten Frankenland. Die Familie Hertrich, so kann man sagen, hat Gerstensaft im Blut: Ralphs ältester Sohn Daniel arbeitet im Hamburger “Craft Beer Store” der Ratsherrn Brauerei. Sein Schwiegervater war Brauereiverwalter, sein jüngerer Sohn Michael ist dem Bier bei der Brauerei Gutmann in Titting verbunden. Ihr “Schokobär” ist ein tiefschwarzes Imperial Stout mit intensiven Röstmalznoten, die an Espresso und kräftige, dunkle Schokolade erinnern. Für die weitere Beschreibung zitieren von der Website: “Auf der Zunge wird der Schokobär zum Tanzbär, denn Kakao- und Kaffeenoten schwofen zusammen mit einem weichen Mundgefühl und einer zurückhaltenden Rezenz. Im Abgang wird der winterfellweiche Gesamteindruck durch eine sanfte Hopfenbittere abgeschlossen. Doch lass dich nicht täuschen: Der Schokobär scheint vielleicht süß und samtig zu sein, aber er kann dich mit seinen 7% Alkoholgehalt schnell in den wohligen Winterschlaf schicken.”

Stil: Imperial Stout
Alkohol: 7,0% Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Gerstenflocken, Haferflocken, Hopfen, Hefe

Schneider Weisse “TAP 5: Meine Hopfenweisse”

Noch ein Schneider-Bier? Ja, denn auch dieser Crossover aus IPA und Weizenbier ist ein absolutes Highlight und weist seinem Genre den Weg. Allein beim Einschenken geht schon die Post ab: Ein ganzer “Obstkorb” an Aromen steigt einem in die Nase: Banane. Aprikose. Zitrusfrüchte. Sogar etwas Vanille! Die Schwebstoffe sind nicht zu übersehen und schwirren fröhlich im Glas herum. Beim Antrunk dann wieder viele sonnenverwöhnte Früchte auf der Zunge, gepaart mit einer knackigen Hopfenbittere, zu der sich letztendlich ein warmes Brennen im Hals gesellt – nein, das Tap 5 verschleiert seine 8,2 % Alkoholgehalt nicht. Stattdessen bietet es einem von Süße bis Säure, von Fruchtigkeit bis Herbe geschmacklich das komplette Spektrum. Dies ist kein Weißbier mehr, dies ist der helle Wahnsinn!

Stil: Weizen-Doppelbock
Alkohol: 8,4 % Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Ale-Mania “Gose Mania”

Die Bierspezialität Gose stammt – wie der Name schon erahnen lässt – ursprünglich aus Goslar und stellt einen eigenen, alten Biertyp dar. Typisch für diesen Bierstil sind die Gärung mit Milchsäurebakterien und der Zusatz von Kochsalz und Koriander. Du bist skeptisch? Dann probier doch einfach die Interpretation von Fritz Wülfing, alias “Ale-Mania”. Der Mann weiß, wie man gutes Bier braut, und das schon seit über 10 Jahren. Seine Gose ist säuerlich-erfrischend mit feinen Orangennoten, die von einem Hauch Koriander flankiert werden. Der Abgang ist knackig-trocken, mit einem leicht salzigen Prickeln. Man wünscht sich sofort einen lauen Sommerabend herbei, für den dieses Bier der perfekte Begleiter ist!

Stil: Gose
Alkohol: 5,1 % Alk. Vol.
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Koriander, Hefe, Kochsalz und Milchsäurebakterien

 

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